Vesperkirche Augsburg

In St. Paul vom 21. Februar - 7. März 2027

Dankefest 2026 der Ökumenischen Vesperkirche Augsburg für alle ehrenamtlichen Helfer

Während in Amerika die Fußball-Nationalmannschaften noch in den Vorrunden um ihr Weiterkommen bei der Fußball-WM 2026 spielen, ist für den Vorstand der Diakonie Augsburg Pfarrer Fritz Graßmann schon klar, wer die Weltmeister 2026 in seinen Augen sind: Es sind all die Ehrenamtlichen, die sich für die Vesperkirche Augsburg einbringen. „Ihr seid die Weltmeister in diesem Jahr“, sagte er zu den zig Ehrenamtlichen, die zum Dankesfest vergangenen Freitag (19.06.2026) in der evangelischen Kirche St. Paul zusammengekommen waren. Auch der katholische Pfarrer der Nachbarpfarrei Martin Gall zeigte sich begeistert. „Mir geht das Herz auf, wie sich die Ehrenamtlichen hier engagieren, um als Teil eines großen Ganzen das Ganze gelingen zu lassen.“ 

Zum dritten Mal hatte die Vesperkirche Augsburg in den ersten beiden Märzwochen stattgefunden. Rund 7.800 Menschen besuchten sie. Darunter auch welche, die von weiter herkamen, weil sie davon gelesen hatten und das Projekt kennenlernen wollten. 6.500 Essen waren neben den vielen Kuchen ausgegeben worden. 

Das Projekt geht weiter. Es soll auf jeden Fall bis 2030 fortgesetzt werden, sagte Pfarrer Graßmann. Für ihn wie aber auch für Diözesan-Caritasdirektor Diakon Markus Müller hat die Vesperkirche die Bedeutung eines „Leuchtturmprojektes für die Stadt Augsburg“ nicht nur für die anderen Mittagstische wie z.B. in St. Anna oder beim Begegnungskaffee des SkF. Mittagstische seien Teil der Quartiersarbeit, „die immer wichtiger für das soziale Miteinander in der Stadt wird“. „Hier finden nicht nur Begegnungen über alle Generationen und sozialen Grenzen hinweg statt. Die Menschen tauschen untereinander aus, lernen andere Blickwinkel und Meinungen kennen. Es entstehen neue Freundschaften, die sich auch außerhalb der Mittagstische treffen.“ 

Rund 250 Frauen und Männer aus den evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden unterschiedlichen Alters aus ganz Augsburg hatten sich in den ersten zwei Märzwochen 2026 in die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Vesperkirche eingebracht. Sie richteten den Innenraum der Pfarrkirche St. Paul vor, gaben Essen und Getränke aus, kümmerten sich um Kaffee und Kuchen. Dabei fanden sie selbst immer wieder über alle sozialen Grenzen hinweg interessante Gesprächspartner, wie es Claudia und David Mücklisch aus Hochzoll-Süd beim gemütlichen Teil des Dankesfestes im Pfarrgarten sagten. 

Für die Pfarrerin Marianne Werr von St. Paul zeigte sich der größte Erfolg der Vesperkirche, für die die vielen Ehrenamtlichen gesorgt hätten, in der „so freundlichen Stimmung“. Kein Streit sei entstanden, kein Streitschlichter sei nötig gewesen und niemand musste die Polizei rufen. „Euer Elan war und ist ansteckend“. Ihr katholischer Nachbar-Pfarrer Gall dankte deshalb allen noch einmal dafür, „dass die Menschen hier so voll Freude angekommen sind“. Das sei deshalb möglich gewesen, weil hier so viele sich mit ihren unterschiedlichen Perspektiven des Glaubens eingebracht hätten. „Euer Dienst für Würde auf Augenhöhe und Solidarität“, so Pfarrer Graßmann zu den Ehrenamtlichen, „macht die Vesperkirche zu einem großen Lob Gottes".

Die Hauptamtlichen der Ökumenischen Vesperkirche Augsburg hatten zum Dankesfest für die Ehrenamtlichen nach St. Paul eingeladen. Nach lobenden Grußworten und dem Theaterstück „Der kleine Pilger“ von und mit dem Regisseur und Schauspieler Olaf Dröge wurden die Ehrenamtlichen zum Dankesessen im Pfarrgarten von St. Paul eingeladen. Foto: Vesperkirche Augsburg / Bernhard Gattner. 

TheaterstückPfarrer Martin Gall (Herz Jesu)Pfarrer Fritz Graßmann (Diakonie Augsburg)Der kleine Pilger - Theaterstück von und mit Schauspieler Olaf DrögeBeisammensein im Pfarrgarten
Bad Boll
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Vesperkirchen Vernetzt

Vom 11. Juni - 13. Juni 2026 fand in Bad Boll ein Netzwerktreffen der Vesperkirchen in Deutschland statt. Pfarrerin Marianne Werr (St. Paul) und Ines Güther (Diakonie Augsburg) stellten dort die Ökumenische Vesperkirche Augsburg vor. Auf dem Treffen waren aus ganz Deutschland Vertreter:innen von Vesperkirchen anwesend. Interessant war zu hören, wie unterschiedlich Vesperkirchen aufgebaut sind.

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